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Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 15:32 Uhr

Chancen durch IT und Medien - Studie zeigt Potenziale für deutsche Wirtschaft

Bundesregierung und Wirtschaftsvertreter diskutieren auf dem Vierten Nationalen IT-Gipfel Ausblicke auf die Informationsgesellschaft 2030 / Politik und Wirtschaft messen internationaler Delphi-Studie zur Zukunft von IT, Telekommunikation und Medien große Bedeutung bei. 

Die Studie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien“ hat auf dem Vierten Nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung in Stuttgart eine breite Diskussion über Chancen und Risiken der Informations- und Wissensgesellschaft angestoßen. Die Studienherausgeber Münchner Kreis, EICT, Deutsche Telekom und TNS Infratest sowie die Förderer der Studie Siemens, Vodafone, Focus, VDE, SAP, Alcatel-Lucent Stiftung, IBM sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben rund 550 IKT-Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu wesentlichen Entwicklungen ihrer Branchen in den kommenden zwanzig Jahren befragt.

Die fünf Kernbotschaften der Delphi-Studie lauten:

  • Die zunehmende Digitalisierung und die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Informations- und Kommunikationstechnologien verändern unsere Informationsgesellschaft umfassend und nachhaltig.
  • Akzeptanz und Vertrauen der Menschen im Umgang mit IKT sind die Grundlage der Entwicklung einer modernen und offenen Informationsgesellschaft.
  • Leistungsfähige Kommunikationsnetze sind Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Informationsgesellschaft.
  • Die mobile Nutzung des Internets verändert die Informationsgesellschaft und schafft neue, eigenständige Anwendungsfelder.
  • Die dynamische Entwicklung der IKT-Basistechnologien hat umfassende Auswirkungen auf viele Schlüsselindustrien der deutschen Wirtschaft und auf die Mediennutzung.

Die Botschaften sind ein Extrakt der Delphi-Befragung, in der IKT-Experten insgesamt 144 Thesen zur Zukunft der Informationsgesellschaft bewerteten. Die erwarteten wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Szenarien für die kommenden zwanzig Jahre wurden auf einer Fachtagung in Berlin mit rund 150 Entscheidern der IT-, Telekommunikations- und Medienbranchen diskutiert. Die Studien- und Tagungsergebnisse wurden heute auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung in Stuttgart präsentiert.

Als zentrale Handlungsfelder wurden von den Herausgebern benannt:

  • Datenschutz als Chance: Kernkompetenzen in Datenschutz und Datensicherheit sind ein Wettbewerbsvorteil für die deutsche Wirtschaft und ein erfolgversprechendes Exportmodell „Made in Germany“.
  • Medienkompetenz fördern: Bildungseinrichtungen und Unternehmen müssen gemeinsam auf die sich verändernden Anforderungen der Neuen Medien reagieren.
  • Deutschland als Land der Ideen stärker fordern und fördern: Die erfolgreiche Ideen-Umsetzung soll durch weitere Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt werden.
  • Ausbau der Netze: Kommunikationsnetze für den Wirtschaftsstandort Deutschland gilt es kontinuierlich auszubauen.
  • Überwindung der Digitalen Spaltung: Die Kluft zwischen Gesellschaftsgruppen, die am digitalen Leben teilhaben und denen, die hiervon nicht profitiere muss überwunden werden

Mit Blick auf die Innovationskraft der deutschen IKT sprach sich Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im BMWi, für eine enge Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft aus: „Die vorliegende Delphi-Studie zur Zukunft der Informations- und Wissensgesellschaft unterstreicht, dass Deutschland in vielen Innovationsfeldern das Potenzial hat, eine internationale Führungsrolle zu übernehmen. Die Bundesregierung sieht sich als Partner der IKT-Wirtschaft, die mit ihren neuen Technologien in den Schlüsselbranchen Automobil, Energie und Gesundheit großartige Marktchancen eröffnet“. Voraussetzung hierfür seien innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, so Prof. Arnold Picot, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kreises. „Die Studie veranschaulicht die zentrale Bedeutung leistungsfähiger Kommunikationsinfrastrukturen und sie ist ein Plädoyer für die gezielte Förderung des kompetenten Umgangs aller Menschen im Umgang mit IKT – sei es im privaten oder im beruflichen Umfeld“, sagte Picot.

Zur Studie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien“:

Die Studie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als offizielles Projekt des Nationalen IT-Gipfel-Prozesses unterstützt. Über 550 hochrangige internationale Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben 2009 in einer wissenschaftlich fundierten, international angelegten Delphimethode 144 Zukunftsszenarien zu thematischen Schwerpunkten der IKT und Medien für die kommenden 20 Jahre eingeschätzt und deren Relevanz bewertet.

Die vollständige Studie steht zum kostenfreien Download bereit unter: www.zukunft-ikt.de/, http://www.muenchner-kreis.de/, http://www.eict.de/, www.telekom.com/zukunftsstudie, www.tns-infratest.com/zukunftsstudie, www.siemens.de/muenchner-kreis-zukunftsstudie2009 oder www.bmwi.de.

 
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