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Freitag, 07. Oktober 2011 um 15:41 Uhr

IT CARINTHIA – IT-Brücke im Alpe-Adria-Raum

Klein, aber tatsächlich fein und sehr kompetent audfgestellt: die ITK-Fachmesse IT CARINTHIA in Klagenfurt.

Kärnten, das südlichste Bundesland der Republik Österreich, ist allgemein als Ferienparadies und durch romantische TV-Serien wie das „Schloss am Wörthersee“ bekannt. Doch Kärnten verbindet auch Natur und Urlaubsfreuden mit technologischer Innovation und visionärem Denken. Die Informationstechnologie ist bereits seit Jahren fest mit diesem Standort verwurzelt. Neben dem Lakeside-Park und dem Chiphersteller Infineon findet man in Kärnten eine Fachhochschule für Telematik und Netzwerktechnik sowie die Alpe-Adria-Universität in Klagenfurt. Seit dem 6. Oktober 2011 ist Klagenfurt auch Standort einer IT-Kongressmesse – IT CARINTHA – die einen Brückenschlag in der Branche zwischen der IT-Wirtschaft auf dem Balkan und Italien nach Nord- und Zentraleuropa darstellen wird.

Das Konzept der ersten IT CARINTHIA zeichnet sich durch einen Mix aus Fachmesse und zwei interessanten Kongressprogrammen aus. So wird im Rahmen der IT CARINTHIA der IT-Sicherheitstag der Universität Klagenfurt zum 8. Mal in Klagenfurt veranstaltet. Der e_day der Wirtschaftskammer Kärnten stellt das zweite große Event auf hochkarätigem fachlichen Niveau dar.

Ein „Samenkorn“ mit großem Potenzial

Der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Franz Pacher, ist einer der Initatoren der IT CARINTHIADie IT CARINTHIA möchte Weichen stellen, mit Visionen in die Zukunft blicken und Kontakte herstellen, aus denen neue Innovation in der IT erwachsen können. Ein Vorbild dieser Messe könnte der Visionär Steve Jobbs, der Gründer von Apple sein. In der Nacht auf den 6. Oktober verstarb der Visionär an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er entwickelte nicht nur aus einer kleinen Bastelarbeit in einer Garage ein multinationales Topunternehmen, sondern setzte auch mit neuen Konzepten und Design-Ideen – zum Teil gegen den Strom schwimmend – neue Akzente in der ITK-Branche.

Auch die IT CARINTHIA ist – gemessen an IT-Messegrößen wie eine CeBIT und ehemals eine SYSTEMS – vielleicht noch ein „Garagen-Projekt“, jedoch bereits mit einem sehr engagierten Konzept. Interessante Fachkongresse und Fachmesse, die zu bezahlbaren Preisen besucht werden können und damit einer breiten Masse von Fachkräften und angehenden Experten die Möglichkeit bieten, Kontakte für eigene Karrieren und unternehmerische Expansionen im für Europa wichtigen Alpe-Adria-Raum zu bieten, knüpfen im Geist an das Lebenswerk eines Visionärs wie Steve Jobbs an und lassen Großes für die Zukunft erwarten.

Die Ausstellung

Bereits im Vorfeld der Messe vermittelten die Veranstalter Freude und optimistische Stimmung. Eine kleine, aber kompetente Messe für das Fachpublikum sollte es werden und man kalkulierte beim ersten Anlauf rund 40 Aussteller. Tatsächlich präsentierten sich jedoch rund 60 Unternehmen in der Klagenfurter Messehalle 2 dem Fachpublikum. Vertreten waren Softwareentwickler und Netzwerkspezialisten, aber auch Beratungsdienstleister und Service-Provider. Die Themen reichten vom Dokumentenmanagement über Social Networking, Consulting, Netzwerktechnik, VoIP bis hin zu kompletten Systemlösungen. Die Stimmung war ohne Frage gut und das Gesprächsklima an den Messeständen der Aussteller durchweg überaus angenehm.

Die Speakers-Corner

Das Fachforum in der Halle 2 wurde von hochkarätigen Referenten gestaltet. Positiv fiel ohne Frage auf, dass dieses Angebot von der Mehrzahl der Besucher nicht als „Ruhezone“ während eines anstrengenden Messetages genutzt, sondern den Vorträgen sehr interessiert gefolgt wurde. Das ist auf einen gut gewählten Mix von Fachvorträgen zurück zu führen, die nicht primär Eigenwerbung der Vortragenden sondern tatsächlich informative Inhalte transportierten.

IT-Sicherheitstag

Bei aller Begeisterung für die Potenziale von Social Networks: In Vorträgen des 8. IT-Sicherheitstages wurde auch auf die beachtlichen Risikopotenziale aufmerksam gemacht.Der in diesem Jahr zum achten Mal von der syssec, der Klagenfurt University System Security Group veranstaltete IT-Sicherheitstag war eines der Highlights der Kongressmesse. Die Veranstaltung fand am 6. Oktober im Kongressbereich der Halle 2 statt und bot ein sehr gutes Spektrum aus Themen zu aktuellen Sicherheitsbedrohungen, technischen Konzepten aber auch zu den juristischen Rahmenbedingungen. Die Vorträge waren auf höchstem Niveau, jedoch wunderte sich der Besucher über die Belegung des Auditoriums: Naturgemäß kommuniziert die Alpe-Adria-Universität den IT-Sicherheitstag in der Studentenschaft und in engen facheisen, jedoch ist auch das Interesse eines kompetenten Fachpublikums sehr groß. Ein großer Teil der an diesemThema Interessierten wird offenbar im Vorfeld nicht erreicht. Schade, denn der It-Sicherheitstag ist einen Besuch wert.

Die Themen des 8. IT-Sicherheitstages waren:

  • Sicherheit in der Cloud und ihre Zukunft

  • Das Chaos hat ein Ende – Intelligente und sichere Datenverwaltung

  • Cloudbasierte Identitäts und Signaturdienste für E-Government-Anbieter

  • Virtualisierung- Segen oder Fluch in der lokalen Wolke

  • Soziale Netzwerke – Risiken und Nebenwirkungen für Unternehmen

  • Internet-Zahlungssysteme im Lichte des ZaDiG

  • Domainrecht: Ein eBusiness-“Dauerbrenner“

  • Neuerungen im Recht der elektronischen Kommunikation

  • IT-Security einer modernen Videoüberwachungsanlage

  • RITTAL Modulsafe – höchste IT-Sicherheit auf engstem Raum

  • USV – Unterbrechungsfreie Stromversorgung

Unter den Fachbesuchern der Messe waren durchaus kritische Stimmen zu vernehmen, weil zu wenig im Vorfeld über die Veranstaltung informiert wurde. Hier ist sicher vom Veranstalter etwas mehr zu tun und das breite Fachpublikum außerhalb des Camus zu informieren. Eine solche Veranstaltung muss sich nicht verstecken!

e_day der Wirtschaftskammer Kärnten

Information und Anerkennung für Innovation: Die österreichische Wirtschaftskammer Kärnten zeichnet den besten Entwickler einer Mobile APP aus. 2011 ist dies eine APP für das in Österreich beliebte Kartenspiel Der e_day der Wirtschaftskammer Kärnten, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal veranstaltet wird, gehört zu den herausragenden Veranstaltungen der Messe: Neben zwei mehrstündigen – sehr praxisnahen (!!!) – Profi-Workshops, unter anderem zum brandaktuellen Thema „Umgang mit und Nutzung von Social Networks zur Optimierung der Unternehmenspräsentation im Netz.

Ein Beispiel: Der Workshop „Facebook für Applikationsentwickler“

Das Social Network "Facebook" ist in aller Munde und allgemein bekannt. Rund 800 Millionen User sind im Facebook registriert. Die Registrierung ist einfach und das Belegen mit Inhalten, wie Fotos und Videos sowie dem Posten von eigenen Tickerbeiträgen ist jedermann bestens bekannt. Doch wie bindet man seine eigene Webseite in Facebook ein und erstellt eigene Applikationen? Einer der beiden Profi-Workshops lieferte eine gelungene Einführung.

Sehenswert auch die weiteren Vorträge zu den Themen:

  • APPs für iPad & Co: Von der Idee zum APP-Store-Erfolg

  • Marketing 2.0 – Strategien der digitalen Markenführung und Kommunikationsdefizit

  • Mobile Strategien – WEB versus APP

  • Veränderung ist der Zustand – ein Ausblick auf die digitale Welt 2010

  • Enterprise 2.0 – Projektkoordination und Wissensmanagement mit sozialer Software

  • Die Kunden sind überall: Unternehmen im Spannungsfeld des Web 2.0 – zwischen Risiko und Chance

Fazit

Der Start dieser neuen Fachmesse ist aus qualitativer Sicht definitiv gelungen. Die IT CARINTHIA präsentierte ein sehr ausgewogenes Portfolio von hochwertigen Informationen und bot gute Kontaktchancen. Die Stimmung war trotz des schlechten Wetters am zweiten Messetag ausgezeichnet. Man darf gespannt sein auf die nächste IT CARINTHIA 2013. Ein Besuch der Messe in Kärnten lohnt sich in jedem Fall. (rs)

 
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